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Diagnostik und Therapien bei Fehlgeburtsneigung

Etwa jede fünfte durch Ultraschall festgestellte Schwangerschaft führt leider nicht zur Geburt eines Kindes, sondern endet als Fehlgeburt. Die meisten Fehlgeburten treten vor der zwölften Schwangerschaftswoche auf. Ab zwei oder drei Fehlgeburten in Folge oder drei erfolglosen IVF-Zyklen in Folge können spezielle Untersuchungen durchgeführt werden, ob eine Fehlgeburtsneigung oder ein wiederholtes Implantationsversagen vorliegt. Wir haben uns auf die Ursachenabklärung in diesen Fällen spezialisiert.

Zu den Untersuchungen gehören neben einer detaillierten hormonellen Diagnostik und Gebärmutterspiegelung auch erweiterte Untersuchungen beim Mann auf die DNA-Fragmentierungsrate seiner Spermien, ggf. eine Chromosomenuntersuchung beider Partner, die Bestimmung von Autoantikörpern, eine erweiterte Gerinnungsdiagnostik und insbesondere die Killerzell-Rezeptortypisierung  bei der Frau. Aus diesen Untersuchungen, teilweise in Zusammenarbeit mit kooperierenden Laborärzten und Humangenetikern, ergeben sich prognostische Abschätzungen und konkrete therapeutische Ansatzpunkte, z.B. durch Einsatz von Wachtstumsfaktoren (G-CSF) oder eine Polkörperbiopsie und Sequenzierung (Analyse) aller Chromosomen im Rahmen einer IVF mit Blastozystenkultur im Embryoscope.

Ablauf der Untersuchungen bei Fehlgeburtsneigung
Ablauf der Untersuchungen bei Fehlgeburtsneigung (aus Gnoth/Mallmann: Perikonzeptionelle Frauenheilkunde, Springer Verlag 2013)